Dmytro Omelchak

Gitarre

 

Gefühlvoll und durchdacht, technisch brillant und transparent ist das Spiel Dmytro Omelchaks, der seine „Kurzgeschichte“ der Musik für Gitarre mit Bachs Solosonate für Violine in g-Moll beginnt. In Bearbeitung ist sie Standardrepertoire der Gitarristen; Bach selbst hatte die Fuge für Laute bearbei-tet und seine Solosonaten und -partiten auf Cembalo gespielt. „Ehrlich gesagt, vermeide ich, die Stücke von Bach zu spielen, besonders in Deutschland“, bekennt Omelchak augenzwinkernd. „Denn hier weiß fast jeder, wie Bach klingen muss. Aber ich konnte der Versuchung, Adagio und Fuge zu spielen, nicht widerstehen. Diese Balance von Gedankentiefe und Leichtigkeit! Das Motiv der Fuge ist einfach genial: kinderleicht und einprägsam. Wenn du es einmal gehört hast, bleibt es für immer bei dir.“ Sors Fantasie über zwei französische Kinderlieder macht aus zwei Motiven zu je acht Takten kunstvolle U-Musik für den großbürgerlichen Salon. Turina greift in seiner Fantasía die Sevillana, einen Flamencotanz seiner Heimat, auf. „Sevillana ist für mich das ganze Land in einem Stück: Tänze, Singen, Emotionen, Charaktere“, so Omelchak. Als „lyrisch, ausdrucksvoll, atemlos, wie ein Liebesgedicht“ beschreibt er den 3. Satz der Sonate Ginasteras, die u.a. den canto con caja der Quechua-Indianer seiner argentinischen Heimat und den Malambo erinnert, einen rasend schnellen Tanz der Gauchos in wechselnden Rhythmen, nah am Wahnsinn. Die Lieder D’Angelos, in unvertraut lydischem Modus, von Jazz und indischer Musik beeinflusst, wirken wie ein Ausschnitt aus einer unendlichen Improvisation: „Ein verzauberter Reisender entdeckt Charme und Faszination einer vergessenen, urzeitlichen Welt“ (D’Angelo).


Dmytro Omelchak studierte in der Ukraine, bevor er zu Reinbert Evers an die Musikhochschule Münster, dann zu Tomasz Zawierucha an die Folkwang Universität nach Essen ging. Er ist Preisträger der GWK und renommierter internationaler Wettbewerbe – u.a. in Tallin, Kiew, Madrid, Essen, Petrer (E), London, Enschede, Nordhorn, Bangkok, Augsburg – und gastiert in Europa und Asien. Foto: (c) Omelchak

 

KURZGESCHICHTE

Joh. Seb. Bach (1685–1750): Adagio und Fuga aus: Sonate Nr. 1 g-Moll, BWV 1001
Fernando Sor (1778–1839): Fantasie Nr. 7 op. 30
Joaquin Turina (1882–1949): Sevillana. Fantasía op. 29
Alberto Ginastera (1916–1983): Sonata for guitar, Op. 47
Nuccio D’Angelo (1995*): Due Canzoni Lidie

 

Termin

Freitag, 18. Oktober 2019

 

Location

Beat Club Keller

Martinistr. 2

48268 Greven

 

Hinweis: Der historische Gewölbekeller ist nur über eine Treppe erreichbar und somit leider nicht barrierefrei.

 

Zeitplan

20:00 Uhr Einlass

20:30 Uhr Beginn

 

Tickets

15,00 EUR
11,00 EUR für GWK-Mitglieder und Beat Club-Mitglieder

 

Vorverkaufsstellen

- Greven Marketing, Alte Münsterstr. 23, 48268 Greven, Tel: 02571/1300
- Beat Club Greven, Bismarckstraße 34, 48268 Greven, Tel: 02571/81303
- WN-Ticketshop, Prinzipalmarkt 13–14, 48143 Münster

- Auditorium, Alter Steinweg 22–24, 48143 Münster, Tel: 0251 4844550
- alle ADticket-Verkaufsstellen, Tel: 0180 6050400 rund um die Uhr

  (20 ct/Anruf aus den Festnetzen, max. 60 ct/Anruf aus den Mobilfunknetzen)

Dieses Konzert wird von der Volksbank Greven eG gefördert.

Next Event:

Martin Engelien

28.09.2019

20:00 Uhr

Beatclub Keller Greven


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