Christa-Maria Stangorra

Violine

 

„Meine absoluten favorites habe ich für mein Programm ‚No. 1‘ ausgesucht“, freut sich Christa M. Stangorra. Ausdrucksstark und tief empfunden, hoch virtuos und charismatisch bringt sie ihre Lieb-lingsstücke auf die Bühne. „Außerdem waren fast alle Stücke das erste Werk des jeweiligen Komponisten für Violine solo – und trotzdem sofort Meisterwerke. Bachs erste Solosonate begleitet mich seit Jahren, ich liebe sie, bin an ihr gewachsen und mit ihr verwachsen.“ Seine affektreiche Klangrede mit ihren reichen Verzierungen, zahllosen Doppelgriffen, ihrer Polyphonie zieht sich das Beste aus der deutschen und der italienischen Tradition. Inspiriert von Bach schrieb Ysaÿe seine Violinsonaten, und es ist kein Zufall, dass seine erste wie Bachs erste Solosonate in g-Moll steht und eine ähnliche Ausdruckswelt erstehen lässt. Leichtigkeit und Galanterie dagegen bei Telemann, der den italienischen mit dem französischen Stil vereinte. Italienisch „verrückt“ Locatellis Caprice, die voller verschlungener harmonischer Bezüge und technischer Finessen steckt. Den Quintenzirkel macht sie zum Labyrinth, in das einzutreten, so ihr Motto, leicht, aus dem herauszufinden jedoch schwer sei. Gegen diese Laune des sog. „Teufels der Violine“ setzt Christa M. Stangorra das Herzstück des Repertoires für Solovioline überhaupt, geschrieben von dem Komponisten, der für sie das Alpha und Omega der Musik ist: „Bach verkörpert in seiner Tonsprache – nicht zuletzt auch aufgrund seines tiefen Glaubens – fast etwas Göttliches. Seine Chaconne lässt uns teilhaben an seinem Glauben, seiner Auseinandersetzung mit Leben und Tod, das Werk gilt für einige ja als Requiem für seine Frau Maria Barbara, an seinem Schmerz, aber auch seiner tiefen Zuversicht.“

 

Die deutsch-lettische Geigerin Christa-Maria Stangorra studierte in London, Hamburg, Sion und Florenz (Pavel Vernikov), schloss 2018 ihr Bachelorstudium bei Tanja Becker-Bender ab und ist seitdem an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Feng Ning. Sie bekam den GWK-Preis 2014, zudem ist sie Preisträgerin zahlreicher anderer Wettbewerbe und gastiert solistisch sowie mit ihrem Trio Le Beau und als Mitglied der LGT Young Soloists international.

Foto: (c) Stangorra

 

NO. 1
Johann Sebastian Bach (1685–1750): Sonate für Violine Nr. 1 g-Moll, BWV 1001
Eugène Ysaÿe (1858–1931): Sonate für Violine g-Moll op. 27 Nr. 1
Georg Philipp Telemann (1681–1767): Fantasie für Violine Nr. 1 B-Dur, TWV 40:14
Pietro Locatelli (1695–1764): Caprice D-Dur op. 3, Nr. 23 „Il Labirinto Armonico“, aus: L’Arte del vio-lino, op. 3
Johann Sebastian Bach: Chaconne d-Moll aus der Partita 2 d-Moll, BWV 1004

 

Termin

Freitag, 15. November 2019

 

Location

Beat Club Keller

Martinistr. 2

48268 Greven

 

Hinweis: Der historische Gewölbekeller ist nur über eine Treppe erreichbar und somit leider nicht barrierefrei.

 

Zeitplan

20:00 Uhr Einlass

20:30 Uhr Beginn

 

Tickets

15,00 EUR
11,00 EUR für GWK-Mitglieder und Beat Club-Mitglieder

 

Vorverkaufsstellen
- Greven Marketing, Alte Münsterstr. 23, 48268 Greven, Tel: 02571/1300
- Beat Club Greven, Bismarckstraße 34, 48268 Greven, Tel: 02571/81303
- Jörgs CD-Forum, Alter Steinweg 4, 48143 Münster, Tel: 0251/58889

- alle ADticket-Verkaufsstellen, Tel: 0180 6050400 rund um die Uhr

  (20 ct/Anruf aus den Festnetzen, max. 60 ct/Anruf aus den Mobilfunknetzen)

Dieses Konzert wird von der Volksbank Greven eG gefördert.

Next Event:

Duo Neres

20.09.2019

20:30 Uhr

Beatclub Keller Greven


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