Letzte Radiosendung aus dem Keller

13.06.2017 | Bernd Speckmann |

Nostalgie am Ende des Beat Club-Radios

Westfälische Nachrichten - 13.06.2017

Albert Sahle (r.) im Gespräch mit Beat-Club-Moderator Martin Weide. Foto: Jens Keblatt

Greven - „Radio RST will samstagabends jüngeres Publikum ansprechen. Der Beat-Club musste dafür weichen. Ein nostalgischer Abschied.

Großer Bahnhof für die gute, alte Rockmusik: Aus dem Beat-Club-Keller wurde Samstagabend die letzte Livesendung des „Beat-Club-Radios“ von Radio RST gesendet. Moderator Martin Weide und Beat-Club-Chef Albert Sahle sorgten für einen passenden Abschied.

„Schade drum, aber so spielt das Leben“, sagt Albert Sahle. Am Samstagabend ist alles ein wenig anders. Auf die Frage, was ihm gerade durch den Kopf gehe, nur wenige Minuten vor Beginn der letzten Livesendung, dem allerletzten „Radio RST Beat-Club“, sagt Sahle: „Nix“ – aber gleich habe ich wieder einen Spruch drauf.“

Kurz darauf erscheint er mit einem Abschiedsgeschenk für Moderator Martin Weide, einem der stark limitierten und umso exklusiveren Beat-Club-Kalender.

Die Stimmung ist entspannt, wie immer im Beat-Club, aber auch ein bisschen wehmütig. Die nicht nur bei Beatles- und Stones-Fans beliebte Livesendung im Lokalradio geht den Vereinsmitgliedern und Musikfans leid ab, doch es hilft alles nichts: „Hier ist Martin Weide mit dem Beat-Club bei Radio RST“, ertönt es zum letzten Mal von der kleinen Bühne im Beat-Club-Keller. Wetter und Verkehr räumen den Sendeplatz ein letztes Mal für große Worte und noch größere Hits.

„Ihr seid ja ein kommerziell betriebenes Radio – und deshalb hat der Beat-Club auch ein bisschen Verständnis“, ringt sich Albert Sahle auf Nachfrage von Martin Weide einige persönliche Worte ab. Denn der „Beat-Club“ weicht, weil sich das Lokalradio künftig am Samstag jüngeren Zielgruppen widmen werde, weiß Sahle. Live-Musik gab es auch: mit „Siggi Mertens and friends“.

Quelle: Westfälische Nachrichten
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