Greg Copeland zu Gast beim Beatclub

26.02.2018 | Bernd Speckmann |

Keine Angst vorm Schwarzen Mann

Westfälische Nachrichten - 26.02.2018

Greg Copeland und seine Mannen auf der kuscheligen Bühne des Beatclubkellers. Die vier Musiker wussten zu begeistern. Foto: Ulrich K. Coppel

Greven - Copelands aktuelles Album heißt „Who´s afraid of the black man?“. Zumal der Funke sofort übersprang, wirkte die gestellte Frage fast schon wie ein „fishing for compliments“ – jedenfalls war er alles andere als angsteinflößend.

Der Titelsong selber ist ein musikalischer Ausflug in die Welt des Reggaes. Doch der programmliche Bogen des im Blues beheimateten Sängers reichte noch weiter: Feinste Jazz- und Popballaden, wie „Just the two of us“ oder „Georgia on my mind“ reihten sich an Blues- und Soulnummern sowie eigene Songs. Selbst eine total verjazzte Bearbeitung von Eric Claptons Klassiker „Layla“ war zu hören.

Mit Jan Beukenberg an der Gitarre, Jacek Jan Komiago am E-Bass und Mario Strunk am Drumset hatte Copeland versierte Musiker an seiner Seite, die jeweils exquisite und ganz individuelle Akzente zu setzen wussten. Komagio beförderte aus seinem 6-saitigen E-Bass fantastische Melodiebögen, die deutlich jenseits typisch bluesiger Pentatoniken, stets jedoch geradezu traditionell tonal lagen. Beukenberg groovte auf seiner Semi-Akustik-Gitarre wie die Hölle, und Strunk setzte knackige Akzente an seinem für den Beatclub perfekt passenden kleinen Jazzdrumset.

Routiniert, und mit großer Spielfreude interagierten die Musiker über die gesamte Konzertdauer. Angesichts der stilistischen Breite des Programms und der musikalischen Qualität Copelands und der Band hatte am Ende jeder im Publikum zumindest den Eindruck: „Genau mein Ding“. Große Klasse!

Quelle: Westfälische Nachrichten
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