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26.06.2017 | Bernd Speckmann | 0 Kommentare

Woodstock lebt am Emsbeach wieder auf


Urgesteine des Rock: Ric Lee (l.) und seine Bandkollegen von Ten Years After werden dem Publikum beim Beat Club-Festival am 8. Juli in Greven mit ihrem druckvoll gespielten Bluesrock kräftig einheizen.

Greven, 26. Juni 2017
 
Ein Hauch von Woodstock liegt am 8. Juli am Emsbeach in Greven in der Luft, wenn der Beat Club Greven zu seinem diesjährigen Sommerfestival einlädt. Neben der Band „The Magic of Santana“, der derzeit besten Santana-Show in Europa, und den Beat Club Allstars, werden mit Ten Years After als Headliner des Abends echte Woodstock-Helden auf der Bühne stehen. Mit ihrem Auftritt bei dem legendären Musikfestival 1969 in den USA und dem nachfolgenden Kinofilm wurden die vier britischen Bluesrocker quasi über Nacht weltberühmt und eroberten sich einen festen Platz in der Geschichte der Rockmusik. Neben den Gründungsmitgliedern Ric Lee (Drums) und Chick Churchill (Keyboards) sind der mehrfache British Blues Award-Gewinner Marcus Bonfanti (Vocals und Gitarre) und Bass-Ikone Colin Hodgkinson (u.a. Spencer Davis, Alexis Korner, Charlie Watts) seit drei Jahren neu in der Formation. Musikexperte und Radiojournalist Martin Weide sprach mit Gründungsmitglied und Drummer Ric Lee über das Woodstock-Festival und den bevorstehenden Auftritt in Greven.
 
Wie reagiert das Publikum auf die „neuen“ Ten Years After?
Ric Lee: Fantastisch. Es ist unglaublich. Viel liegt aber auch an Marcus. Er ist ein sagenhafter Frontman. Seine Bühnenpräsenz ist einfach großartig.
 
Wenn wir über Ten Years After sprechen, müssen wir auch über Woodstock reden…
Ric Lee: Müssen wir das (lacht)…na sicher, kein Problem!
 
Es war zu lesen, dass ihr wegen der großen Menschenmenge damals total nervös ward?
Ric Lee: Wir sind damals vom Hotel aus mit dem Helikopter auf das Feld geflogen und haben diese unglaublichen Menschenmassen gesehen. Wir landeten und als wir auf die Bühne gehen wollen, bricht plötzlich der Sturm los. Auf der Bühne war nichts gesichert. Da wurden wir dann nervös. Als wir mit „Good Morning Little School Girl“ angefangen hatten, verstimmten sich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit immer die Gitarren, sodass sie vier Mal nachgestimmt werden mussten, und das vor so einer Kulisse. Das war schon nervig. Aber die Leute fanden das gar nicht so schlimm.

Stimmt es, dass Alvin Lee gesagt hat: „Was soll‘s, wenn ich einen Stromschlag kriege hier in Woodstock, verkaufen wir eine Menge Platten!“
Ric Lee: Ja, ich glaube, dass er das gesagt hat. Ich selber habe es aber nicht gehört. 
 
Heute wird das Woodstock-Festival ja häufig glorifiziert. Machst du das auch?
Ric Lee: Es waren drei Tage „Peace and Music“. Wirklich! Niemals vorher waren so viele Menschen zu einem Konzert gekommen. Und sie haben friedlich zusammen gelebt. Die meisten hatten nicht mal was zu essen oder kamen nicht raus, weil sie in der Mitte des Feldes standen. Es war das erste und beste Festival. Danach hieß es nur noch vom Musik-Business: Wie viel Geld können wir hier machen?
 
Am 8. Juli gibt es am Emsbeach in Greven Woodstock-Feeling „light“. Worauf dürfen wir uns freuen?
Ric Lee: Wir spielen die Klassiker, „Hear Me Calling“, „Love Like A Man“, „I´m Going Home“, und auch ein paar Stücke von unserem neuen Album. Wir starten die Show mit einem brandneuen Song.
 
Wir freuen uns drauf. Vielen Dank, dass du dir Zeit für uns genommen hast!
Ric Lee: War mir ein Vergnügen.
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